Berlins größte Ampelanlage leuchtet jetzt mit energiesparenden LED
Die Lichtsignalanlage (LSA) an der Kreuzung Landsberger Allee, Petersburger Straße und Danziger Straße im Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain gehört zu den Lichtsignalanlagen in Berlin mit den meisten Signalgebern. Bis zur Modernisierung Anfang Juli 2025 leuchteten sie noch mit Glühlampen – jetzt ist die Anlage auf dem neuesten technischen Stand und senkt die Energiekosten.
Zufußgehende, Trams, Radfahrende und der motorisierte Verkehr aus allen Richtungen müssen an diesem Knotenpunkt koordiniert werden – dafür sorgt das Steuergerät mit einem Signalprogramm, das insgesamt 62 Signalgeber – umgangssprachlich Verkehrsampeln – steuert: 24 Ampeln für Fußverkehr, 20 für Kfz-Verkehr, zehn für Trams und acht für Radverkehr. Alle diese Signalgeber, alle Taster und alle Akustikelemente für blinde und sehbehinderte Zufußgehende wurden durch moderne Geräte ausgetauscht.
Die Signalgeber – umgangssprachlich Verkehrsampeln – an einer LSA werden zu Signalgruppen zusammengefasst. Das heißt, alle Signalgeber einer Signalgruppe zeigen zum Beispiel gleichzeitig Grün. Das Signalprogramm einer LSA steuert, wann und wie die Signalgruppen geschaltet werden.
Anlage mit den meisten Signalgruppen
Gemessen an der Anzahl der Signalgruppen ist die Anlage an der Kreuzung Landsberger Allee, Petersburger Straße und Danziger Straße mit 56 Gruppen die größte Lichtsignalanlage Berlins. Eine ähnlich große Anlage steht an der Kreuzung Mollstraße und Otto-Braun-Straße, die 54 Signalgruppen steuert und die ebenfalls bis Ende August 2025 modernisiert wird.
Tschüss, Glühlampe!
Im Zuge einer Modernisierung werden immer alle Signalgeber durch LED-Modelle ausgetauscht. Verkehrsteilnehmende können diese besser sehen, da sie heller leuchten als die alten Glühlampen. Auch das Steuergerät wird durch ein leistungsstärkeres ersetzt.
Moderne LSA laufen zuverlässiger und benötigen weniger Wartungseinsätze. Zudem sind sie energieeffizienter: Allein der Austausch von alten Glühlampen durch LED-Leuchtmittel senken Energiekosten und CO2-Ausstoß deutlich. Die eingesetzte 1-Watt-LED-Technik reduziert den Energieverbrauch der Signalgeber um bis zu 80 Prozent.
Bauarbeiten in der Petersburger Straße
Die Umgestaltung der Petersburger Straße dauert gemäß Zeitplan an. Das Land Berlin baut bis voraussichtlich Sommer 2027 den gesamten Straßenraum um. Es entsteht u. a. ein neuer Gehweg, ein Radfahrstreifen, ein Grünstreifen, ein Mittelstreifen und neue Fahrspuren. infraSignal verantwortet die technische Erneuerung von den Ampelanlagen entlang der Petersburger Straßen an den Kreuzungen Kochhannstraße, Straßmannstraße und Mühsamstraße sowie den Neubau einer Fußgänger-Ampel südlich der Straßenbahnhaltestelle Bersarinplatz.