Mehr Verkehrssicherheit am Paracelsus-Bad: Kreuzung wird umgebaut und Ampel erneuert
Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wird die Ampelkreuzung Roedernallee/Teichstraße/Lindauer Allee an der U-Bahnstation Paracelsus-Bad im Bezirk Reinickendorf umgebaut. Anlässlich eines auffälligen Unfallgeschehens an dieser Kreuzung hat die Verkehrsunfallkommission verschiedene Maßnahmen beschlossen, die jetzt gebündelt in der ersten Herbstferienwoche umgesetzt werden. Zu den Maßnahmen zählen Veränderungen bei den Fahrstreifen und die Einrichtung von Radverkehrsführungen zum Abbiegen. Zusätzlich wird die Ampelanlage technisch modernisiert. Die Arbeiten machen eine Vollsperrung der Kreuzung vom 19. bis 23. Oktober 2026 erforderlich.
Die durchgehende Vollsperrung der Kreuzung Roedernallee/Teichstraße/Lindauer Allee für den Kfz-Verkehr erfolgt bewusst in der verkehrsärmeren Schulferienzeit. Sie beginnt ab 7 Uhr morgens am Montag, 19. Oktober 2026, und dauert voraussichtlich bis zum Nachmittag des Freitags, 23. Oktober 2026. Verkehrsteilnehmenden, die mit Kraftfahrzeugen unterwegs sind, wird empfohlen, den Kreuzungsbereich während der Sperrung möglichst weiträumig zu umfahren. Umleitungen werden ausgeschildert.
Der Linienbusverkehr wird während der gesamten Bauzeit nicht beeinträchtigt: BVG-Busse können die Kreuzung weiterhin passieren. Die Gehwege bleiben offen, auch Radfahrende können den Kreuzungsbereich durchfahren.
Sicheres Abbiegen für Radfahrende
An allen Zufahrten der Kreuzung wird das sogenannte indirekte Linksabbiegen für den Radverkehr eingeführt und mit Fahrradampeln geregelt: Radfahrende, die nach links abbiegen möchten, überqueren die Kreuzung zunächst geradeaus und warten im markierten Aufstellbereich. Sobald die Fahrradampel Grün zeigt, können sie während einer eigenen Ampelphase nach links weiterfahren. So werden Konflikte mit dem Kfz-Verkehr vermieden und das Unfallrisiko wird deutlich verringert.
Moderne Technik, besserer Verkehrsfluss
Im Zuge des Umbaus wird die rund 20 Jahre alte Ampelanlage technisch erneuert. Dabei werden das Steuergerät und sämtliche Signalgeber durch moderne Komponenten ersetzt. Zudem werden akustische Signalgeber für blinde und sehbehinderte Verkehrsteilnehmende nachgerüstet. Erstmals wird diese Lichtsignalanlage mit einer Funkempfangs- und Auswerteeinheit ausgestattet, um den Busverkehr zu beschleunigen. BVG-Busse können sich künftig per Funk an der Ampelanlage anmelden und erhalten bevorzugt freie Fahrt. Auch Videokameras und Wärmebildkameras werden erstmals installiert. Sie erfassen den Kfz- und Radverkehr an verschiedenen Stellen und tragen so zu einer optimierten Steuerung des Verkehrsflusses bei.
Die Umsetzung der Unfallkommissions-Maßnahmen und die Modernisierung der Lichtsignalanlage organisiert die GB infraSignal GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Die GB infraSignal GmbH ist seit Anfang 2023 als Tochter des Landesunternehmens Grün Berlin GmbH für das Management der rund 2.160 Berliner Ampelanlagen zuständig.