Unter den Linden: Verkehr jetzt sicherer und effizienter
Der historische Prachtboulevard Unter den Linden im Bezirk Mitte führt vom Brandenburger Tor bis zur Schlossbrücke an der Museumsinsel. Drei Kreuzungen auf dieser wichtigen Verkehrsachse sind jetzt verkehrssicherer. Im November wurde der Umbau der Kreuzung Unter den Linden/Glinkastraße/Neustädtische Kirchstraße abgeschlossen. Bereits im Sommer wurde der Umbau von den Kreuzungen mit der Wilhelmstraße und der Friedrichstraße fertiggestellt.
Sicheres Abbiegen für Radfahrende
An den drei Kreuzungen wurde das sogenannte indirekte Linksabbiegen für den Radverkehr eingeführt. Dafür wurden eigene Fahrradampeln installiert. So funktioniert es: Wer nach links abbiegen möchte, fährt zunächst geradeaus über die Kreuzung bis zum markierten Bereich für Linksabbieger mit Fahrradampel. Zeigt die Ampel einen grünen Pfeil, können Radfahrende sicher nach links abbiegen – ohne in Konflikt mit dem Kfz-Verkehr zu geraten.
Kameras optimieren Ampelschaltung
Neue Videokameras und Induktionsschleifen erfassen an allen drei Kreuzungen die Kraftfahrzeuge. Durch diese Detektion kann der Verkehr gezielter gesteuert werden. Ist das Verkehrsaufkommen in eine Richtung besonders hoch, verlängert sich die Grünphase, um Staus zu vermeiden.
An der Kreuzung Unter den Linden/ Wilhelmstraße werden auch Fußgänger*innen und Fahrräder von Videokameras erfasst. Die Fußgängerampel bleibt länger Grün, wenn viele Personen unterwegs sind. Zusätzlich registriert eine Wärmebildkamera, wenn sich Fahrzeuge auf die Linksabbieger-Spur einordnen (von Unter den Linden in die Wilhelmstraße). Dies löst eine entsprechende Grünphase für die Linksabbieger-Ampel aus.
Neue Fußgängerampel und getrennte Ampelphase erhöhen Sicherheit
Für Fußgänger*innen, die auf dem Mittelstreifen von Unter den Linden flanieren, gibt es eine neue Fußgängerampel an der Kreuzung mit der Glinkastraße. Die bestehende Lichtsignalanlage wurde ergänzt. Neu verlegte Rillenplatten und akustische und taktile Signale (Ton und Vibration) erleichtern blinden und sehbehinderten Menschen, die Kreuzung selbstständig und sicher zu überqueren.
Die Schaltung an dieser neuen Fußgängerampel ist so programmiert, dass die Grünphasen für Fußgänger*innen und für den linksabbiegenden Kfz-Verkehr aus Unter den Linden getrennt sind. Beide haben nacheinander Grün – ohne Konflikte.
Um Unfälle zu verhindern, gibt es an der Kreuzung Unter den Linden/ Wilhelmstraße eine getrennte Ampelphase für rechtsabbiegende Autos. Sie haben jetzt nicht mehr gleichzeitig Grün mit Fahrrädern und Fußgänger*innen.
Breitere Spuren für Fahrradfahrende
Auf dem Boulevard Unter den Linden sind viele Radfahrende unterwegs – jetzt sicherer als zuvor. An der Kreuzung mit der Wilhelmstraße gibt es auf der Ost-West-Achse einen neuen Radfahrstreifen. Er ist 3,40 Meter breit und durch eine markierte Sperrfläche vom Autoverkehr getrennt. An der Kreuzung teilt sich die Spur in zwei: eine für Geradeausfahrende und eine für Rechtsabbiegende. Auch die bestehende Spur in der Gegenrichtung wurde verbreitert: Sie ist nun 3,50 Meter breit.
Entlang der Wilhelmstraße wurde die Radspur auf 2,25 Meter verbreitert und im Kreuzungsbereich rot markiert. Im nördlichen Kreuzungsbereich sorgt eine Sperrfläche für eine zusätzliche Trennung vom motorisierten Verkehr.
Moderne LED-Technik reduziert Energieverbrauch
An der Kreuzung Unter den Linden/ Wilhelmstraße wurden das Steuergerät und alle Signalgeber durch moderne Technik ersetzt. Insgesamt 36 neue Signalgeber für alle Verkehrsteilnehmenden leuchten jetzt mit 1-Watt-LED-Technik noch energieeffizienter und zuverlässiger.
Im Jahr 2026 geht es weiter: An der Kreuzung Unter den Linden/ Charlottenstraße wird eine neue LSA gebaut. Dort stehen aktuell provisorische Anlagen.